Netzunternehmen wollen Terrorvideos im Netz in Zukunft verhindern.

Dafür haben sie jetzt in Paris einen gemeinsamen Appell unterzeichnet. Der Chaos Computer Club geht allerdings davon aus, dass sich das nur schwer umsetzen lässt. Sein Sprecher Falk Garbsch sagte im Deutschlandfunk, selbst wenn Facebook solche Inhalte verbiete, würden andere Ausspielwege gesucht. Ihm zufolge können hier nur restriktive Regularien helfen, mit ihnen würde aber die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Garbsch warf der Politik vor, das Thema über lange Zeit verschlafen zu haben. Er fordert, dass eine gesellschaftliche Debatte darüber geführt wird, wie man im Internet angenehm miteinander leben will, ohne zu beleidigen.

Netzunternehmen wie Facebook, Youtube, Twitter und Google hatten sich gestern bei einem Treffen in Paris zu schärferen Maßnahmen verpflichtet, um das Hochladen von terroristischen und gewalttätigen extremistischen Inhalten zu verhindern. Anlass war der Terroranschlag im neuseeländischen Christchurch Mitte März mit 51 Toten. Der Täter hatte seinen Angriff gefilmt und über Facebook im Internet übertragen.