Die Stadt Rom rudert im Streit um die Münzen aus dem Trevi-Brunnen offenbar zurück.

Sie hatte beschlossen, dass die Münzen nicht mehr exklusiv der Armenfürsorge der Caritas überlassen werden sollen. Römische Tageszeitungen berichten, dass die Bürgermeisterin mit den Ressorts für Soziales, Kultur und Finanzverwaltung jetzt nach einer neuen Lösung sucht, die nicht ganz so schlecht für die Caritas ist.

Es geht um viel Geld. Mit den Münzen, die Touristen in den Altstadtbrunnen werfen, kommen jedes Jahr gut 1,5 Millionen Euro zusammen. Seit 2001 ging das Geld an die Caritas. Die betreibt in Rom über 50 Sozialeinrichtungen und knapp 150 Anlaufstellen in katholischen Pfarreien. Ab April sollte das Geld aus dem Brunnen auf verschiedene Organisationen verteilt werden. Ein Teil sollte auch an die Stadt gehen, um Kulturgüter zu erhalten.

Eine Einigung könnte nach Medienberichten jetzt so aussehen, dass das Geld zwar weiter an die Caritas geht, aber die Stadt Rom Einsicht bekommt, wie es verwendet wird.