In der Türkei kosten Lebensmittel im Schnitt 30 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das als Terrorangriff bezeichnet - und versprochen, dass die Regierung dagegen genauso kämpfen werde wie gegen die PKK. Seit Montag verkaufen die Behörden in Istanbul und Ankara deshalb Gemüse an eigenen Ständen - und zwar viel günstiger als im normalen Handel.

Viele Bürger nehmen das Angebot gerne an: Allein am ersten Tag wurden an den Ständen in Istanbul 300 Tonnen Gemüse verkauft. Bei den Gemüsehändlern kommt die Aktion nicht gut an. Sie fühlen sich zu unrecht als Terroristen beschimpft und sagen, dass ihre Preise wegen höherer Kosten für Dünger und Treibstoff gestiegen seien. Die Opposition wirft der Regierung vor, mit dem günstigen Gemüse Wählerstimmen gewinnen zu wollen - in wenigen Wochen sind Kommunalwahlen in der Türkei.