Mosambik im südöstlichen Afrika hat in seiner Hauptstadt Maputo die längste Hängebrücke Afrikas eröffnet.

Sie ist insgesamt drei Kilometer lang, das freihängende Mittelstück überspannt auf 680 Metern die Bucht vor Maputo in 60 Metern Höhe. Mit der neuen Brücke statt der alten Fähren soll die Reise nach Südafrika und Swasiland mehrere Stunden kürzer werden. Gebaut wurde die Hängebrücke von chinesischen Unternehmen auf der Basis von Krediten, die Gesamtkosten lagen bei rund 660 Millionen Euro.

Mosambiks Staatschef Filipe Nyusi nannte die Brücke beim Eröffnungs-Festakt einen "Korridor der Entwicklung" und ein "Zeichen für den Fortschritt". Kritiker sagen, dass sich das arme Land solche Prestigebauten eigentlich nicht leisten kann und das Geld lieber in Bereiche wie Gesundheit, Trinkwasser oder Bildung stecken sollte. Sie kritisieren auch, dass nur eine Minderheit der Verkehrsteilnehmer von der Brücke profitiert - denn Fußgänger dürfen sie nicht benutzen. Für die Benutzung der Brücke wird eine Maut fällig.