An der Nordsee müssen Strandbesucher oft Eintritt zahlen, um ans Meer zu kommen.

Das ist weitgehend rechtswidrig, hat jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Es ging dabei um einen Fall aus Niedersachsen. Jetzt müssen aber auch andere Gemeinden an den Küsten prüfen, ob die erhobenen Strandgebühren gegen das Gesetz verstoßen.

Nach Ansicht des Gerichts reicht es nicht aus, dass die Gemeinde den Strand sauber hält und immer wieder Sand aufschüttet. Eine Eintrittsgebühr sei nur da gerechtfertigt, wo zum Beispiel Kioske, Umkleidekabinen und Toiletten für eine höhere Badequalität sorgen.

Vorausgegangen war ein Streit zwischen Bewohnern der niedersächsischen Nordseeküste und der Gemeinde Wangerland. Die Gemeinde verlangt an ihrem neun-Kilometer langen Strand von Tagesgästen drei Euro Eintrittsgeld - Einwohner der Gemeinde müssen nicht zahlen.