Ein Polizist in den USA hatte sich geweigert einen schwarzen Verdächtigen zu erschießen. Jetzt bekommt er 175.000 Dollar Entschädigung, weil er deswegen entlassen worden ist.

Der weiße Polizist Stephen Mader war im Mai 2016 wegen eines Falls von häuslicher Gewalt gerufen worden. Vor Ort traf er auf einen verstörten Schwarzen, der die Hände hinter seinem Rücken hatte. Als der Polizist den Mann aufforderte, die Waffe fallen zulassen, weigerte dieser sich und forderte den Beamten auf, ihn zu erschießen.

Der hatte sich geweigert und versuchte eher, die Lage zu deeskalieren. Dann kamen zwei weitere Polizisten. Als der Verdächtige die Waffe hob, erschoss ihn einer der Polizisten mit vier Schüssen. Danach kam raus, dass die Waffe des Schwarzen nicht geladen war. Mader war dann wegen Untätigkeit entlassen worden. Der Schütze der tödlichen Schüsse wurde nicht belangt.

In den USA haben immer wieder Fälle für Aufsehen gesorgt, in denen weiße Polizisten Schwarze erschossen haben. Das führte zu teils gewaltsamen Ausschreitungen und zu Debatten über Rassismus bei der Polizei.