In Venezuela mangelt es gerade an allem - vor allem an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Eine Diözese im Nachbarland Kolumbien möchte den Menschen in Venezuela jetzt etwas Gutes tun und hat eine Million Hostien gespendet.

Das berichtet die Tageszeitung El Tiempo unter Berufung auf das Bistum. Die Hostien sollen während der semana santa rund um die Ostertage an die Gläubigen ausgegeben werden. Außerdem wurden noch 50 Liter Messwein gespendet.

Die sozialistische venezolanische Regierung von Präsident Nicolas Maduro hat eigentlich die Grenzen für humanitäre Hilfslieferungen dicht gemacht. Die kolumbianische Diözese beantragte deswegen eine Erlaubnis, die Hostien und den Wein über die Grenze bringen zu dürfen.

Gestern kam auch eine erste Hilfslieferung des Roten Kreuzes in Venezuela an - mit Medikamenten und medizinischem Material. Das südamerikanische Land steckt in einer schweren Krise. Die Opposition wirft der Regierung eine verfehlte Wirtschaftspolitik und Korruption vor, die Regierung macht dafür das Ausland verantwortlich.