• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Disziplin zahlt sich aus.

Nach diesem Motto leben auch Tintenfische - das zeigt eine Studie der Uni Cambridge. Die Forschenden wollten wissen, ob Tintenfische fähig sind, ihre Impulse zu kontrollieren - ähnlich wie Menschen, aber auch einige Primaten- und Vogelarten. Immerhin hatten schon frühere Studien gezeigt, dass Tintenfische eine gewisse Intelligenz besitzen und kniffelige Aufgaben lösen können.

Im Test wartete auf die Tintenfische hinter einer Tür ein Standard-Futter, das sie sofort fressen konnten. Hinter einer anderen Tür gab es eine leckere Garnele - das Lieblingsfutter der Tintenfische. Da kamen sie aber immer erst nach einer Wartezeit ran. Nach kurzem Training hatten die Tiere das Spiel verstanden und warteten bis zu zwei Minuten auf die Belohnung. Bei einem weiteren Test zeigte sich, dass die Tiere, die bereit waren am längsten zu warten, auch schneller lernen konnten.

Genauso ist das übrigens auch bei Menschen: Wer in Tests zur Impulskontrolle mehr Geduld beweist als andere, schneidet oft bei Intelligenztests besser ab.

Diese Tests zur Impulskontrolle werden auch Marshmallow-Tests genannt, nach einem Versuch aus den 1960er Jahren. Damals bekamen Kinder Marshmallows vorgesetzt und durften entscheiden, ob sie sofort eins essen wollten - oder lieber etwas warten und dann zwei Marshmallows bekommen.

Die Studie ist im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B erschienen.

Noch mehr zu Tintenfischen: