Vorstellungsgespräch

Fiese Fragen aus Sadismus

Wie viele Gummibärchen passen in einen Twingo? Warum sind Kanaldeckel rund? Welchen praktischen Nutzen haben gelbe Quietscheenten?

Es gibt Personaler, die im Bewerbungsgespräch gerne solche Fragen stellen. Angeblich um zu sehen, ob der Kandidat auch in einer stressigen Situation kreativ und logisch denken kann. In Wahrheit aber stellen sie damit nur ihren Sadismus und Narzissmus unter Beweis. Das sagen Forscher aus den USA. Sie haben mehr als 700 Personaler gebeten einen Fragebogen zur Persönlichkeit auszufüllen. Außerdem legten sie ihnen typische Fragen für Bewerbungsgespräche vor und fragten sie, welche Fragen sie am ehesten selbst stellen würden. 

Reine Macht-Demonstration

Es stellte sich heraus, Interviewer, die besonders oft auf Stressfragen zurückgriffen, zeichneten sich durch eine allgemeine Gefühlskälte aus. Laut den Forschern befriedigen Stressfragen bei diesen Menschen das Bedürfnis, Macht zu demonstrieren und Bewerber unter Druck zu setzen.

Einen erwiesenen Nutzen haben die Stressfragen übrigens nicht. Studien haben gezeigt, dass sie nur wenig über die Persönlichkeit und Eignung eines Bewerbers aussagen.