Die europäische Weltraumagentur ESA freut sich über eine Entdeckung auf dem Mond.

Sie hat zum ersten Mal negativ geladene Ionen nachgewiesen. Möglich wurde das durch eine Zusammenarbeit mit China. Die chinesische Sonde Chang'e-6, die am Südpol des Mondes unterwegs ist, hat ein europäisches Messinstrument namens Nils an Bord. Es war extra zum Nachweis der Teilchen gebaut worden.

Die negativ geladenen Ionen entstehen, wenn Sonnenwind auf den Mond trifft. Strahlung und Teilchen der Sonne reagieren dann mit dem Mondgestein. Dabei können neue Teilchen entstehen, die theoretisch entweder positiv, neutral oder negativ geladen sind. Da die negativ geladenen Teilchen aber nur extrem kurz existieren, war es aus größerer Entfernung zum Mond bislang noch nicht möglich, sie wirklich nachzuweisen.

Für die europäische Raumfahrtagentur Esa war es das erste Mal, dass sie Daten direkt auf der Mondoberfläche gesammelt hat.