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In Europa droht in diesem Jahr ein neuer Temperaturrekord.

Die Weltwetterorganisation (WMO) hat ihre vorläufigen Klimaanalysen für 2020 vorgestellt: In den ersten zehn Monaten des Jahres lag die Durchschnittstemperatur in Europa so hoch wie noch nie seit Beginn der Messungen Mitte des 19. Jahrhunderts. Noch drastischer waren die Messergebnisse nördlich des Polarkreises in Sibirien: Die Temperaturen lagen dort von Januar bis Oktober mehr als fünf Grad über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010.

Sorge bereiten den Forschenden auch die schmelzenden Polkappen. In der Arktis war die Ausdehnung des Meereises im Sommer so gering wie nie zuvor seit Beginn der Messungen. Wenn aber das Eis schmilzt, erwärmt sich die Erde noch schneller, weil das Wasser darunter weniger Licht reflektiert.

Die Klimaveränderungen sorgen auch für mehr Naturkatastrophen: Es gab mehr Hurrikans als je zuvor. Teile Afrikas und Asiens erlebten starken Regen und Überschwemmungen. Dagegen gab es in Südamerika schwere Dürren.