Wissenschaft 2018

Die zehn wichtigsten Persönlichkeiten

Kurz vor Jahresende ziehen wir gerne nochmal Bilanz.

Das Fachmagazin Nature ist da keine Ausnahme. In der aktuellen Ausgabe stellt es zehn Persönlichkeiten vor, die 2018 Besonderes in der Forschung geleistet haben. Mit dabei ist unter anderem Viviane Slon vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Sie hat Knochensplitter von einem etwa 13-jährigen Mädchen analysiert, das vor rund 50.000 Jahren lebte. Dabei kam raus, dass die Mutter Neandertalerin war, der Vater ein Denisova-Mensch. Der Fund ist damit der erste direkte Nachweis, dass sich verschiedene Arten von Urmenschen vermischt haben.

Auf der Nature-Liste steht außerdem die Physikerin Jess Wade, die sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft einsetzt - sie hat Hunderte Wikipedia-Artikel über Forscherinnen geschrieben. 

Ann-Kathrin Horn, Deutschlandfunk-Nova-Autorin
Jess Wade war aufgefallen, dass es auf Wikipedia kaum Artikel über weibliche Persönlichkeiten gibt und dass die Artikel auch fast nur von Männern geschrieben werden. Dann hat sie angefangen, jeden Tag einen Wikipedia-Artikel zu schreiben, hauptsächlich über ForscherINNEN, aber auch über schwarze Wissenschaftler, die auch nicht gerade überrepräsentiert sind bei Wikipedia."

Der Astronom Anthony Brown wird erwähnt für seinen Beitrag zur bisher detailliertesten Karte der Milchstraße. Auch der umstrittene chinesische Wissenschaftler He Jiankui kommt vor. Er hat im November angegeben, mit der Genschere Crispr die ersten genmanipulierten menschlichen Babys der Welt erzeugt zu haben. Seine Behauptung wurde noch nicht endgültig bestätigt.