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Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen es anscheinend nicht, Forschung so spannend darzustellen wie Nicht-Wissenschaftler.

Ein Team der Universität Trier hat 400 deutschsprachige Wissenschafts-Videos auf Youtube ausgewertet. Die meisten waren von Nicht-Wissenschaftlern produziert worden. Und bei den 50 beliebtesten Videos war kein einziges dabei, das von Forschenden oder Forschungseinrichtungen gemacht wurde. Videos von Laien wurden zum Teil innerhalb kurzer Zeit mehrere hunderttausend Mal angeklickt, Videos von Instituten selbst nach Jahren nicht mehr als ein paar tausend Mal.

Als einen Grund sehen die Forschenden aus Trier, dass Nicht-Wissenschaftler stärker mit anderen Userinnen und Usern interagieren, also auf deren Kommentare antworten. Unis oder Forschungsinstitute stellen meist einfach nur Videos online, aber suchen dann nicht die Diskussion.

Die Forschenden sagen, wissenschaftliche Einrichtungen sollten sich stärker an die Youtube-Medienlogik anpassen, statt das Feld Laien zu überlassen. Die Uni Trier hat ein Forschungsprojekt zu dem Thema.