DiversitätDas dritte Geschlecht gab es schon immer
Sie spenden auf Hochzeiten den Segen oder werden mit Gottheiten verbunden: Menschen, die als drittes Geschlecht gelten. Intersexuelle Menschen hat es schon immer gegeben. Eine Stunde Liebe schaut auf ihre spannende Geschichte.
Die aktuelle Diskussion über Diversität ist teilweise heftig. Konservative Kräfte weltweit versuchen, das Fördern von Vielfalt und Inklusion zu einzuschränken oder zu verdrängen. Häufig greifen sie dabei auf die Erzählung zurück, dass Diversität etwas Neumodisches sei. Dabei existiert Vielfalt, seitdem es Menschen gibt.
"Es gibt seit Anbeginn der Menschheit Beweise und Quellen, die belegen, dass Menschen immer schon auch außerhalb des binären Spektrums gelebt haben."
Die Journalistin und Autorin Morgane Llanque schreibt ihn ihrem Buch "Vielfalt – Eine andere Geschichte der Menschheit" darüber, wie vielfältig Menschen schon immer waren. In über 4000 Jahre alten Gräbern hat man zum Beispiel anhand von DNA-Analysen feststellen können, dass dort intersexuelle Menschen mit dem Chromosomensatz XXY begraben waren – und dass ihre Intersexualität auch gewürdigt wurde.
So fand man beispielsweise in einem Grab aus der Eisenzeit sowohl Schwerter, die Männern ins Grab gelegt wurden, als auch Broschen und Kleidung, die als feminin galten.
Das dritte Geschlecht in der Geschichte
In dieser Folge Eine Stunde Liebe sprechen wir darüber, an welchen Stellen selbst die katholische Kirche viel queerer ist als der Vatikan es verkauft und warum es aktuell so viele Kräfte gibt, die Vielfalt eindämmen wollen.