Cremig, fluffig, erfrischendEinfache Rezepte für leckeres Eis
Eure Wohnung ist eine Sauna? Lösung: Eis. Statt zwei Euro für 'ne Kugel zu blechen, könnt ihr's euch mit wenigen Zutaten selber machen – und zwar ganz ohne Eismaschine! Rezeptentwicklerin und Eiskönigin Julia Floß weiß, wie es besonders cremig wird.
Selbstgemachtes Eis – wer sich ein, zwei Reels auf Social Media anschaut, bekommt kurz danach im Feed kaum noch etwas anderes angezeigt. Gefühlt gibt es kaum jemanden, der nicht auf den Trend aufspringt. Eine tiefgekühlte Wassermelone wird ein wenig ausgehöhlt, Milch wird hineingekippt und dann wird gekratzt, was das Zeug hält.
Gefühlt jede*r Zweite macht im Netz gerade Eis selbst
Und plötzlich entsteht Wassermelonen-Fruchteis. Aber kann das mit einem Eis aus einer Eisdiele mithalten? Und bringt es was, Speiseeis ohne Eismaschine herzustellen?
Eis besteht im Grunde aus vier Dingen, erklärt Rezeptentwicklerin und Köchin Julia Floß: Wasser, Zucker, Fett und Luft.
Kleine Eiskristalle = cremiges Eis
Beim Gefrieren bilden sich Eiskristalle. Und je kleiner diese Kristalle sind, desto cremiger wird das Eis.
Genau deshalb rühren Eismaschinen die Masse während des Gefriervorgangs permanent. Das verhindert nämlich, dass große Kristalle entstehen – und schlägt gleichzeitig Luft unter das Eis. Dadurch wird die Eismasse richtig schön fluffig.
"Der Vorteil beim selbstgemachten Eis liegt darin, dass ich selbst entscheide, was hineinkommt."
Ohne Eismaschine kann man kein so luftiges, cremiges Vanille- oder Schokoeis wie vom Profi hinbekommen, sagt Julia Floß.
Welche Zutaten sich für selbstgemachtes Eis eignen
Aber es gibt Möglichkeiten! Zucker etwa senkt den Gefrierpunkt und hält Eis geschmeidig. Fett macht es cremiger. Deshalb funktionieren gesüßte Kondensmilch, Kokosmilch oder griechischer Joghurt oft ziemlich gut.
Ganz besonders gut funktioniert gefrorenes Obst, sagt Julia.
Mango-Joghurt-Eis
Zutaten für vier Portionen:
- 250 g frische Mango
- 2-3 EL griechischer Joghurt
- 2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
- 1 Limette (Saft)
Zubereitung:
Mango schälen, in Würfel schneiden und einfrieren. Die gefrorenen Mangostücke mit den übrigen Zutaten mixen und sofort servieren. Wenn das Sorbet zu weich sein sollte, für weitere 20 Minuten ins Gefrierfach stellen. Fertig!
Königin der DIY-Eisdiele: die Banane
Grundsätzlich funktioniert das mit sämtlichen Früchten, allerdings muss man auf den Wasser- und den Pektingehalt gucken. Mixt man etwa gefrorene Wassermelonenstücke, wird das wesentlich wässriger und kristalliner als gefrorene Aprikosen oder Pfirsiche zum Beispiel.
Eine sehr gute Wahl ist auch die Banane: Sie bringt von Natur aus Süße mit und und sorgt für eine besonders cremige Konsistenz. Zusätzlichen Zucker braucht man dann nicht – dafür aber ein bisschen Limettensaft.
"Für schnelle Sommer-Eisgelüste reichen oft schon ein Mixer, gefrorenes Obst und ein bisschen Fantasie."
Vorteil: Selbstgemachtes Eis kann weniger Zucker enthalten als viele Fertigprodukte. Muss es aber nicht. Wenn ich in mein Bananeneis noch Erdnussbutter, gezuckerte Kondensmilch und Schokostückchen rühre, wird das zum einen richtig köstlich und zum anderen genauso kalorienreich wie gekauftes Eis, sagt Köchin Julia Floß.
Sizilianisches Kratzeis – Kaffee-Granita
Zutaten für vier Portionen:
- 50 ml Wasser
- 100 g Zucker
- 1 Vanilleschote
- 500 ml Espresso oder sehr starker Kaffee
- für das Topping: 4 EL Mandelsirup, 150 ml Schlagsahne
Zubereitung:
Wasser und Zucker zusammen erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Espresso mit dem Zuckersirup mischen und das Vanillemark unterrühren. Die Flüssigkeit in eine flache Form gießen und für mindestens vier Stunden einfrieren. Alle 30 Minuten mit einer Gabel aufkratzen. Wenn die Granita gefroren ist, mit der Gabel die Oberfläche abschaben. Die Granita in Gläser füllen. Wer möchte, gibt Mandelsirup und Schlagsahne darüber und serviert sie sofort.
Erfrischend!