Intrusive GedankenWenn der Kopf verrücktspielt

Plötzlich drängen sich unangenehme Gedanken auf, die uns erschrecken: an etwas gewalttätiges oder gemeines etwa. Intrusive Gedanken nennt man das. Sie sind ganz normal. Aber sie können sich auch problematisch entwickeln. Dagegen hilft Achtsamkeit.

Unwillkürliche, aufdringliche Gedanken, Bilder oder Impulse, die ohne bewusste Absicht ins Bewusstsein eindringen und subjektives Unbehagen auslösen – das ist die Definition von intrusiven Gedanken. Zwischen 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung kennen dieses Phänomen — solche Gedanken sind ein normales Merkmal menschlichen Denkens und kein Hinweis auf eine Störung.

"Studien zeigen, dass praktisch alle frischgebackenen Mütter von intrusiven Gedanken über unbeabsichtigte Gefährdung ihres Kindes berichten."
Dr. Main Huong Nguyen, Psychologin

Problematisch wird es, wenn wir diese Gedanken negativ bewerten und uns deswegen etwa selbst beschimpfen oder verachten. Oder wenn uns diese Gedanken extrem stressen und wir versuchen, sie zu unterdrücken.

Intrusive Gedanken achtsam bewältigen

Was hilft bei intrusiven Gedanken? Welche Strategien und Übungen gibt es? Und was sagt die Wissenschaft dazu? Psychologin Dr. Main Huong Nguyen und Moderatorin Diane Hielscher sprechen in dieser Achtsam-Folge darüber, wie wir achtsamer und damit besser mit solchen Gedanken umgehen können.