MusikPhiline Sonny über Machtstrukturen, Stricken und Trost

Mit ihrem Debütalbum "Virgin Lake" wird Philine Sonny von der Musikpresse gefeiert und in höchsten Tönen gelobt. Darin gibt sie einen intimen Einblick in eine Gefühlswelt, die sich zwischen lauten und leisen Emotionen abwechselt.

In den vergangenen Jahren ist bei Philine Sonny viel passiert. Bekannt geworden ist sie 2021 mit "Lose Yourself", einem Song über Depressionen.

Jetzt hat sie ihr Debütalbum rausgebracht: "Virgin Lake". Die 14 Tracks erzählen von Wut und Schmerz wie auch Verständnis und das Vertrauen, dass wieder bessere Zeiten kommen.

Zwischen laut und leise

In "Gatekeeper" prangert Philine Sonny zum Beispiel die Machtstrukturen in der Musikindustrie an. Wie tief diese weiterhin greifen, hat sie überrascht. "Es gibt ja viel, was sich zum Positiven verändert hat. Ich glaube, deswegen war ich am Anfang, als ich Gatekeeper vor vier, fünf Jahren geschrieben habe, ein bisschen überrascht. Also wie kann das sein, dass da immer noch so ein Vollidiot sitzt", sagt sie.

"Man muss sich immer wieder behaupten, was man auch gar nicht will."
Musikerin Philine Sonny über Machtstrukturen in der Musikindustrie

Mittlerweile lasse sie sich weniger von solchen Machtstrukturen beeinflussen. Sie geht ihren Weg und hat Menschen um sich herum, die sie dabei unterstützen und ihr guttun.

Hinter ihrem Debütalbum steckt von vorne bis hinten sie selbst: Philine Sonny hat die Songs geschrieben, eingespielt und in ihrem Wohnzimmer produziert. Sogar das Artwork auf dem Cover kommt von ihr. Die beige Schale mit rotem Rand und rotem Punkt in der Mitte, die dort zu sehen ist, hat sie getöpfert.

Im Gespräch mit Deutschlandfunk-Nova-Moderatorin Krissy Mockenhaupt erzählt Philine Sonny noch mehr darüber, wie sie in kleinen Dingen Trost finden konnte, welcher Song besonders nah an ihrem Herzen ist und was sie beim Musikhören am liebsten nebenbei macht. Klickt dafür oben auf den Play-Button.