Quiet EgoDas wohltuende kleine Ich
"Zeig, was du kannst!", "Sag deine Meinung!", "Sei laut!" – Social Media vermittelt uns: Nur wer laut und besonders ist, wird gehört und gesehen. Aber was, wenn es sich besser anfühlt, einfach ein kleiner Teil einer Gemeinschaft zu sein?
Genau dieses Gefühl hatte die Psychologin Dr. Main Huong Nguyen aus unserem Podcast "Achtsam" – und ist ihm einmal nachgegangen: Warum fühlt es sich so schön an, einfach ein kleiner Teil von etwas zu sein – und nichts Besonderes sein zu müssen?
Wenn das Ego leiser wird
Und so lernte sie den Begriff "Quiet Ego" kennen, erzählt die Psychologin. Er beschreibt eine Haltung, bei der das eigene Ego nicht ständig im Mittelpunkt stehen muss.
"Man sieht sich nicht als isolierte Einheit, die sich gegen andere behaupten muss, sondern als Teil eines größeren Netzes aus Beziehungen – als Teil von etwas Größerem."
Auf der einen Seite kann es sich manchmal schmerzhaft anfühlen, sich klein zu fühlen. Auf der anderen Seite kann genau das auch sehr heilsam sein – wenn es mit Dankbarkeit, Ehrfurcht und Verbundenheit einhergeht.
Wie ein Quiet Ego zu unserem Wohlbefinden beitragen kann, was die Wissenschaft dazu sagt und wie wir es selbst entwickeln können, besprechen Moderatorin Diane Hielscher und Psychologin Dr. Main Huong Nguyen in dieser Folge von "Achtsam".
Am Ende des Podcasts erwartet euch wie immer eine geleitete Meditation zum Thema.