Durch Extremwetter und Hitzewellen können die Ausfälle aber auch hier zunehmen - vor allem im Sommer. Das zeigt eine Untersuchung vom Forschungsnetzwerk EconPol Europe. Dafür wurden Stromausfälle zwischen 2013 und 2023 ausgewertet, in Deutschland, Australien, Brasilien, China und Mexiko.
Demnach ist in Deutschland die Zahl ungeplanter Stromausfälle im Winter am niedrigsten. Im Hochsommer steigt sie deutlich - durch extreme Hitze, Gewitter und stärkere Stürme. Im Vergleich zu Brasilien oder Mexiko fällt der Strom in Deutschland deutlich seltener aus. Mit anderthalb bis zwei Stunden sind die Ausfälle auch viel kürzer als etwa in China: Dort dauerten viele Ausfälle mehr als sechs Stunden. In Extremfällen ist der Strom auch 73 Stunden lang nicht verfügbar.
Das Team sagt, dass die Vernetzung der europäischen Stromnetze die Versorgung in Deutschland grundsätzlich stabiler macht - weil so Ressourcen in verschiedenen Ländern Ungleichgewichte ausbalancieren. Gleichzeitig steige das Risiko von Kettenausfällen, wenn sich Störungen schnell über Grenzen ausbreiteten. Deshalb brauche es gemeinsame Regeln, abgestimmte Steuerung und einen engen Informationsaustausch.
