In Experimenten sollten menschliche Testpersonen und rund 200 KI-Modelle auf Bildern zum Beispiel einen Schmetterling oder eine Katze erkennen. Die Bilder waren aber nicht lebensnah wie ein Foto, sondern zeigten Dinge und Tiere nur als schwarze Form. Oder nur die Umrisse, gefüllt mit einem Muster aus vielen kleinen Kreuzchen.
Das Ergebnis: Die KI-Modelle erkannten das Dargestellte deutlich seltener als die Menschen. Und: Die KI deutete die Umrisse mit den Kreuzchen manchmal als Kreuzworträtsel oder Kettenhemd. Die Forschenden schreiben im Fachmagazin iscience: Die Versuche zeigen, dass menschliches und KI-Sehen sehr unterschiedlich funktionieren. Das menschliche Gehirn orientiert sich an der Gesamtform, KI vor allem an typischen Oberflächenmustern.
Die Ergebnisse könnten laut den Forschenden helfen, KI-Systeme beim autonomen Fahren zu verbessern, so dass sie Objekte auch bei Nebel oder in der Dämmerung erkennen.
