Dazu gibt es neue Erkenntnisse. Schon bei Neugeborenen gibt es Unterschiede, was die Aufmerksamkeit für bestimmte Dinge angeht. Männliche Säuglinge schauen sich soziale Reize - wie zum Beispiel Gesichter kürzer an als neugeborene Mädchen. Das berichtet das Team im Fachjournal Biology of Sex Differences. Es hat einen Versuch gemacht, der so ähnlich schon vor mehr als 25 Jahren mal an der Uni Cambridge gemacht wurde. 130 Neugeborene bekamen gleichzeitig ein Video von einem Gesicht mit verschiedenen Mimiken zu sehen und ein Video mit schwingenen Metallkugeln. Dabei zeigten sich Unterschiede. Im Schnitt schauten die Mädchen länger auf die Gesichter und die Jungs auf das Gerät.
Die Forschenden betonen aber, dass es auch Ausnahmen gab und bei den einzelnen Babys auch große Schwankungen. Trotzdem zeigt die Studie nochmal, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Geburt gibt. Wie sich ein Mensch dann aber entwickelt, hängt und vielen weiteren Einflüssen ab.
