Zum Beispiel in Syrien: Als die Terrormiliz IS vor zwölf Jahren auf die Stadt Deir ez-Zor vorrückte, waren auch 30.000 uralte Schätze der mesopotamischen Kultur in Gefahr, die im Museum der Stadt aufbewahrt wurden Da ging es zum Beispiel um 4.000 Jahre alte Statuen, verzierte Straußeneier und Keilschrift-Tafeln.
Während viele Menschen aus der Stadt geflohen sind, haben Archäologinnen und Archäologen ihr Leben riskiert, um die Sammlung in Sicherheit zu bringen – über einen schmalen gefährlichen Weg bis zum Militärflughafen.
Warum die Rettung am Ende gelungen ist und was man aus dieser Extremsituation für den Schutz von Artefakten allgemein lernen kann, haben die damals Verantwortlichen jetzt in einer Studie aufgearbeitet. Ihre wichtigste Lektion: Nicht auf den perfekten Moment warten. Wer zu lange zögert, geht oft das größere Risiko ein.
Und: Vertrauen, gute Dokumentation und ein eingespieltes Team sind die Voraussetzungen, um in einer Krise schnell reagieren zu können. Darum müssen sich Kulturstätten also schon vorher kümmern.
