Besserer SexWie wir achtsam unserer Scham begegnen können
Ein Schlüssel zu gutem Sex ist es, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und den Sexpartner, sagt die Sexualpädagogin Gianna Bacio. Wir sollten dabei vor allem Unsicherheiten und Bedürfnisse in den Blick nehmen.
Nicht irgendwelche fancy Sextoys und auch nicht irgendwelche krassen Stellungen, für die man sich komplett verrenken muss, machen unser Sexleben besser. Stattdessen kann es viel bringen, wenn wir Verantwortung übernehmen. Klingt nicht so sexy? Ist für die Sexualpädagogin, Autorin und Podcasterin Gianna Bacio aber essenziell für guten Sex.
"Verantwortung bedeutet zunächst, die eigene Sexualität ernst zu nehmen, sich also zu fragen, was man wirklich möchte, was sich stimmig anfühlt und auch, wo die eigenen Grenzen liegen."
Gleichzeitig, sagt Gianna Bacio, gehört dazu auch Verantwortung gegenüber dem oder der Sexualpartner*in. Denn nicht nur sich selbst, sondern auch den anderen achtsam im Blick zu haben, ist ausschlaggebend. Welche Wünsche hat er oder sie und welche Unsicherheiten?
Sich selbst und den Partner im Blick behalten
Wie lassen sich unsere eigenen Bedürfnisse und die des Partners in Einklang bringen? Wann sollten wir uns behutsam vorantasten und wann können wir die Leidenschaft ausleben?
"Das bedeutet also auch, aufmerksam zu sein für Signale, für Wünsche und auch für Unsicherheiten der anderen Personen. Und natürlich ebenso auch die eigenen deutlich zu machen."
Warum im Bett manchmal ein enthusiastisches "Vielleicht" besser passt als ein "Ja" oder "Nein" und wie es unseren Sex verbessern kann, wenn wir lernen, Scham auszuhalten, darüber spricht Gianna Bacio in dieser Folge "Eine Stunde Liebe".