BWL und BarsWie Gründen trotz Kneipensterben klappen kann

Ein schnuckeliges Café oder eine hippe Bar gründen ist für viele ein Traum – der allerdings schnell wieder ausgeträumt ist. Warum verschwinden viele neue Läden so schnell wieder? Ergebnisse einer Recherche zwischen Kondomautomaten und Zapfhähnen.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, wie bitter die Realität ist: Binnen fünf Jahren mussten knapp zwei Drittel aller neu gegründeten Gastronomie-Unternehmen aufgeben. Doch was entscheidet darüber, ob die Gäste bei einer Bar oder einem Café Schlange stehen?

Barbetreiber: ein anspruchsvoller Traumjob

Auf der Suche nach Antworten taucht das What the Wirtschaft?!-Team in die Bar- und Kneipenszene ein, unter anderem an der angeblich längsten Theke der Welt in Düsseldorf. Dort treffen sie Anthony und Tim, die beiden haben eine Kultkneipe neu eröffnet.

Die Frage nach dem Kneipensterben treibt auch sie um. Anthonys Einschätzung nach gehen die Menschen heute weniger aus. Vielleicht werde auch weniger Alkohol getrunken, vermutet er.

Welche Faktoren Erfolg bringen

Anna, ehemalige Barbetreiberin, sieht das ähnlich: Viele Menschen gehen heute anders aus und anders mit Alkohol um. Das müssten Betreiber*innen von Bars und Cafés berücksichtigen. Vor allem aber müssten sie von Tag eins knallhart kalkulieren, damit neben der Location und dem Ambiente auch die Finanzen stimmen.

"Es ist schon ein Widerspruch: Die Bar soll nach außen Gastfreundschaft und Lockerheit ausstrahlen. Innen muss es aber umso strenger und bürokratischer zugehen."
Anna, hatte früher eine Bar

Wie Betriebsführung und Wirtschaftlichkeit einer Bar funktionieren, welche Gastronomiekonzepte erfolgreich sind und warum ausgerechnet die hausgemachte Limonade in Cafés oft so teuer ist, hört ihr in der aktuellen Folge von What the Wirtschaft?!.