Comedian Bastian Bielendorfer"Ich war immer ein Mama-Kind!"

Bastian ist Lehrerkind, Diplompsychologe und hat nur 32.000 Euro bei Günther Jauch gewonnen. Aus ihm konnte also nix Vernünftiges werden.

Zwei Jahre lang hat Bastian Bielendorfer als Kind Übungen mit einer Logopädin gemacht. Aber gebracht hat es gar nichts. S-Laute kann er bis heute nicht sauber aussprechen. "Wenn ich serbische Sahnesoße sage, brauche ich ein neues Mikro!" Das bringt ihm immer wieder überaus freundliche Kommentare bei Facebook ein. Nach dem Motto: Der Typ ist ja ganz witzig, aber die Stimme ist die Pest. Das hält Bastian trotzdem nicht davon ab, auf der Bühne zu stehen. 

Für den Diplompsychologen hat das sicherlich auch eine reinigende Wirkung. Denn, obwohl er laufend beteuert, dass familiär zu Hause alles in Ordnung ist, merkt man: Die Kindheit sitzt ganz tief. "Ich bin nicht nur ein einfaches Lehrerkind. Ich bin Lehrerkind Stufe 10!" Alle in der Familie sind Lehrer. Alle. Klugscheißen gehört da zur Familienfeier wie bei anderen die Geschenke unterm Christbaum.

"Da ist wie ein dauerhafter Elternsprechtag!"
Bastian Bielendorfer über Familienfeiern

Haustiere und Inselbegabungen

Bastians Eltern sind zum Beispiel beide Lehrer. Das hat sie nicht davon abgehalten, Bastian ordentlich zu erziehen. "Wir haben uns bei der Gulaschkanone auch mal bei den Bedürftigen angestellt. Mein Papa hat ein Cordsakko angehabt. Das haben die uns geglaubt." Seit Jahren ist Bastian mit den Geschichten aus seiner Familie unterwegs. Jetzt gerade hat er sein viertes Buch veröffentlicht "Papa ruft an." 

Die Anekdoten aus dem Hause Bielendorfer sind häufig tierisch-tragisch. Bastian hat einen Mops, mit dem er gerne abhängt (Inselbegabung Sitzen!) und auch Bastians Eltern hatten früher einen Hund als Haustier. Eine Deutsche Dogge (Name: Adenauer), die gerne auch mal beim Feiern am Heizpilz festgebunden wurde. Nicht die allerstabilste Lösung. Deswegen ging das auch nur so lange gut, bis der Pilz brennend von der Dogge durch den Garten gezogen wurde.

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Papa kannte die Antwort

Auslöser für Bastians Karriere war die Sendung "Wer wird Millionär?" Bei der 8.000-Euro-Frage musste Bastian auf seinen Vater als Telefonjoker zurückgreifen. Der war vor allem enttäuscht von der niedrigen Summe, wusste aber immerhin die richtige Antwort. 

In Eine Stunde Talk erzählt Bastian, warum er Psychologie studiert hat, wieso er mal vor 600 leeren Stühlen aufgetreten ist und bei welcher Frage er Papas Hilfe brauchte.