Gruner + JahrDer freie Journalismus wackelt

Viele Verlage verzichten künftig auf freie Journalisten. Besonders Sorgen machen sich freie Mitarbeiter bei Gruner + Jahr. Das Haus hat in dieser Woche Einblicke in die Pläne gegeben.

Besonders in Hamburg scheint es eine große Unruhe in der Branche zu geben. Die Journalisten fürchten, dass bei der Umstrukturierung viele am Ende ohne Job dastehen."Ich bin zutiefst empört über den Umgang mit uns Freien", schreibt ein Journalist, der unerkannt bleiben möchte, an unsere Redaktion. "Da werden hoch motivierte, kompetente und engagierte Mitarbeiter behandelt wie Leibeigene (...). " Die Kollegen würden "hingehalten, desinformiert und vertröstet" werden.

"Die meisten Verlage machen ihre Magazine seit langem mit 30 bis 50 Prozent freien Mitarbeitern. Ohne die Freien würden die Räder still stehen!"
Anonymer Journalist

Bestätigung kommt von den Freischreibern, dem Verband für freie Journalisten. Sie im Fall von Gruner + Jahr darauf hin, dass Ende 2014 die freien Mitarbeiter noch als Zukunftsstrategie eingeplant wurden: So wurden 24 Mitarbeiter bei Geo und Brigitte entlassen. Bei der Frauenzeitschrift sollte es keine festen ausschließlich schreibenden Mitarbeiter mehr geben. Die Arbeit sollte in die Hände von Freien gelegt werden. Am Mittwochabend hatte Gruner+Jahr in einer Infoveranstaltung die Mitarbeiter aufklären wollen. Was der Verlag und freie Journalisten sagen, klären wir in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin.

Virtual Reality und Journalismus

Was taugt Virtual Reality für den Journalismus? Marken-Professor Scott Galloway bezeichnete diesen Trend als "Headfake", der besonders von Medien aufgeblasen würde. Andere zeigen sich von ersten 360-Grad-Videos von einigen Medien beeindruckt. So würden ganz neue Format ermöglicht. Was steckt wirklich hinter dem Trend? Webvideopreis-Gründer Markus Hündgen ist zu Gast und klärt auf.

Journalismusthesen

Vor einigen Tagen hatte FAZ-Digitalchef Matthias Müller von Blumencron sechs Thesen für den digitalen Journalismus präsentiert. Edition-F-Gründerin Susann Hoffmann findet diese zu vage und hat eine Replik veröffentlicht. Darüber reden wir mit ihr in dieser Sendung.

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