AkzeptanzTrotz 50 Kilo weniger fühlt sich Bastian unwohl

Bastian hat 50 Kilo abgenommen, darauf ist er stolz. Trotzdem wird er immer wieder angestarrt, manche Menschen zeigen, dass sie angeekelt sind von ihm.

"Danke, dass ihr das endlich ansprecht." Mit diesen Worten beginnt Bastians Kommentar zum Thema toxische Körpervorbilder bei Männern auf unserer Instagram-Seite.

Für ihn bedeutet ein Gewichtsverlust von über 50 Kilo nicht die Befreiung, die er sich erhofft hat. Er ist stolz auf sich und was er erreicht hat, aber es bringt ihn auch dazu, immer mehr zu wollen.

"Ich habe früher 155 Kilo gewogen. Jetzt sind es knapp 100. Wenn man so einen Prozess hinter sich hat, will man immer mehr und immer wieder mehr."
Bastian

Das Gewicht ist mittlerweile weniger das Problem als das, was der Gewichtsverlust mit der übrig gebliebenen Haut gemacht hat, die nun eben hängt. Das bringt Bastian immer wieder in Situationen, die ihn verunsichern und unwohl fühlen lassen. Das Schlimmste für ihn ist, wenn Leute ihn angeekelt anschauen.

"Gestern war ich bei mir in der Firma duschen. Dann kam ein Kollege rein, der hat mich von oben bis unten zwei Minuten angeschaut und die Gesichtszüge angeekelt verzogen. Auch wenn ich im Freibad bin, sieht man den Leuten manchmal den Ekel an. Ich finde das schon hart."
Bastian

Mittlerweile ärgert er sich, nicht früher einen operativen Eingriff gemacht lassen zu haben. Mit seinem Übergewicht wäre dieser von der Krankenkasse übernommen worden, jetzt sei er medizinisch nicht mehr notwendig.

Was ist normal?

Wohl fühlt sich Bastian bei seinen Freunden, bei denen er auch mal länger nicht über dieses Thema nachdenkt. Wichtig sei nun mal auch sein Charakter, seine Gefühle und nicht immer nur der Körper. Sein größter Wunsch klingt bescheiden: er will sich einfach wohlfühlen.