Seid peinlich!Wie Cringe unsere Beziehungen heilen kann
In Beziehungen soll man sich immer von der besten Seite zeigen? Von wegen! Wenn man sich Cringe und Peinlichkeiten zugesteht, bekommen Beziehungen die Chance, echter und richtig heilsam zu werden.
Man trifft auf einer Party einen Mann, der ist auf den ersten Blick ein richtiger Traumtyp. Hat einen Musikgeschmack, den er sich hart erarbeitet hat, eine sorgsam kuratierte Garderobe und richtig gute Manieren.
So geht es der Protagonistin in Verena Bogners Debüt-Roman "I am cringe, but I am free". Sie trifft auf Fabian, der niemals peinliche Musik hören würde und am liebsten Autorenfilme schaut. Und auf Leute herabsieht, die Trash-TV gucken oder eine Schwäche für Süßigkeiten haben.
Fremdbestimmtheit als Phase
Und Verena Bogners Protagonistin? Macht das alles mit, und versucht bloß nichts falsch zu machen, statt Fabian einen Vogel zu zeigen. Auch, weil sie gerade sehr anfällig für Meinungen von außen ist.
"Vor allem in Lebensphasen, wo man nicht so gefestigt ist, wo es einem nicht gut geht, ist man sehr anfällig dafür, diese Cringe-Impulse von außen zu ernst zu nehmen und sich zu sehr danach auszurichten."
Verena Bogner ist eine der Macherinnen hinter der Instagram-Seite Galerie Arschgeweih. In Memes wird dort nicht nur den Nullerjahren gehuldigt, sondern auch dem Cringe. No Angels hören und Puschelstifte benutzen, finden andere vielleicht peinlich. Aber haben die auch so viel Spaß?
Heilung durch Peinlichkeit
In Eine Stunde Liebe spricht Verena Bogner darüber, wie unsere Beziehungen heilen können, wenn man Cringe zulässt. Und warum die Fabians dieser Welt oft so unglaublich angespannt sind.