StudieSchönheit ist ein Beziehungskiller

Im Märchen trifft der traumhaft schöne Prinz die super schnittige Prinzessin. Sie sind glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Die Realität ist anders, denn Attraktivität und eine stabile Beziehung vertragen sich nicht so gut.

Ein Team von amerikanischen Wissenschaftlern um die Psychologin Christine Ma-Kellam haben den Zusammenhang zwischen Beziehung und Attraktivität in einer Studie untersucht. Dazu haben sie hübsche Menschen befragt. Unser Reporter Stephan Beuting hat das auch gemacht.

"Ich glaube du bist überdurchschnittlich attraktiv. Es geht um die Frage, ob Attraktivität etwas damit zu tun hat, wie lange deine Beziehungen halten."
DRadio-Wissen-Reporter Stephan Beuting

Die Forscher haben sich das Liebesleben von 238 Männern genauer angesehen. Vorher hatten Frauen deren Attraktivität bewertet. Grundlage des Schönheitschecks waren Fotos auf denen die Jungs noch knackige 18 Jahre alt waren. Daraufhin wurden 30 Jahre Liebesleben analysiert. 

Das Ergebnis: Diejenigen die besonders attraktiv gewirkt hatten, waren in den letzten 30 Jahren kürzer verheiratet und häufiger geschieden. Faktoren wie Gesundheit oder Intelligenz sind in die Studie aber nicht mit eingeflossen. 

Laut Studie beenden Attraktive Beziehungen früher

Psychologen kennen eine Art Schutzmechanismus. Wer gerade in einer Beziehung ist, bewertet andere nicht so häufig als attraktiv, um die Beziehung zu stabilisieren. Bei den Attraktiven fanden die Macher der Studie heraus, ist dieser Mechanismus weniger ausgeprägt: sie finden andere auch dann anziehend, wenn sie eigentlich gerade vergeben sind.

"Auch eigene Ängste kommen hoch, bei einem sehr schönen Partner: Mensch, da kann ich ja gar nicht mithalten, der geht dann einfach viel fremd. Der kann ja jeden oder jede haben."
Passant Herbert, auf die Fragen unseres Reporters

Bei der Partnerwahl ist Attraktivität natürlich weiterhin der dickste Pluspunkt. "Wenn wir allerdings auf der Suche nach einer stabilen Beziehungen sind, dann bringen einen die Zusammenhänge, die die Psychologen gefunden haben, zumindest ins Grübeln", meint unser Reporter Stephan Beuting