Unter DruckWenn wir denken, beim Sex performen zu müssen

Ob beim Date oder in längeren Beziehungen: Viele kennen die Angst, sexuell performen zu müssen. Eine aktuelle Studie sagt, dass gerade junge Erwachsene gestresst sind und Druck spüren, beim Sex bestimmten Vorstellungen entsprechen zu müssen.

Rund ein Drittel der unter 30-Jährigen fühlt sich beim Sex manchmal unwohl im eigenen Körper. Nicht einmal die Hälfte redet offen über die eigenen sexuellen Bedürfnisse – so die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Dating-Plattform ElitePartner.

"Unsicherheiten bezogen auf den Körper haben wohl fast 100 Prozent der Menschen. Das ist normal."

Auch Steffi kennt das. Sie erinnert sich an eine Begegnung: "Mein Date hat gemodelt. Ich war beim Sex oben und dachte: Boa, jetzt muss ich performen, und habe den Bauch eingezogen. Aus heutiger Sicht total bescheuert!"

Wie wir uns entspannen

In Eine Stunde Liebe fragen wir, woher der Druck kommt, wie wir uns entspannen können und wie Kommunikation über Sex und Vorlieben aussehen kann – bis hin zu Kompromissen, wenn Wünsche und Vorlieben so gar nicht zusammenpassen.

"Manche Fantasien muss ich auch nicht mit dem Partner oder der Partnerin ausleben."

Die Kölner Mediatorin und Paartherapeutin Chin-Ying Feurich rät deutlich davon ab, Sex aus einem Verpflichtungsgefühl über sich ergehen zu lassen. Lieber offen und ehrlich ansprechen, dass man keine Lust hat. Trotzdem geht es manchmal auch darum, bei sich selbst anzufangen. Sie erläutert dafür verschiedenen Strategien, denn jedes Paar ist unterschiedlich.

Liebestagebuch

Rieke (Name geändert) hat nach einiger Zeit wieder Kontakt mit einer alten Affäre aufgenommen.