EntwicklerkonferenzApple fehlen Innovationen

Apple hat das Smartphone und das Tablet erfunden. Das ist schon länger her. Unser Börsen-Korrespondent vermisst echte Innovationen.

Auf der Entwicklerkonferenz Worldwide Developers Conference (WWDC 2021) präsentierte Apple am Montag (7.6.2021) seine neuen Geräte, Verbesserungen und sich selbst. Das Interesse an der Entwicklerkonferenz und an Neuigkeiten zu Apple ist nach wie vor groß – auch wenn die größten Innovationen des Unternehmens eine Zeit zurückliegen.

2001 stellte Apple den iPod vor – einen digitalen Musikspieler zum Tragen. Es folgten iPhone und iPad. Apple lebt gewissermaßen von dem Hype zu Beginn der Nullerjahre.

Googles Betriebssystem deutlich stärker verbreitet

Irgendwann danach ging Apple der Innovationsgeist verloren. 2011 starb Gründer und Mastermind Steve Jobs. Die Neuerungen auf der jährlichen Entwicklerkonferenz waren kaum überraschend.

Asiatische Smartphone-Hersteller wie Samsung haben dem iPhone längst den Rang abgelaufen. Google stellt mit Android ein kostenfreies Betriebssystem für Smartphones bereit, das weit häufiger genutzt wird als das hauseigene iOS von Apple.

Doch wenn die die jährliche Entwicklerkonferenz ansteht, ist Apple die Aufmerksamkeit gewiss. Nicht mal der Umstand, dass die Konferenz in diesem Jahr ausschließlich digital stattfand, ließ die Aufmerksamkeit kleiner werden.

Was von Apple zu erwarten ist

Für Wirtschaftsjournalist Victor Gojdka fehlt Apple eine klare Ausrichtung. Das fängt schon bei der Preisgestaltung der Produkte an: Es ist eine zwiespältige Strategie, die Apple fährt. Zum einen kann sich Apple immer noch darauf ausruhen, dass es eine große Fangemeinde hat, denen der Preis praktisch egal ist.

Zum anderen gibt es Kunden, denen der Preis nicht egal ist. Also schraubt Apple den Preis mal hoch und mal runter.

"Apple hat keine richtige Preisstrategie."
Victor Gojdka, Wirtschaftsjournalist

Sorgen machen muss sich der Konzern aber nicht, es zählt nach wie vor zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.

Für Victor Gojdka ist das kein Argument: Er wartet seit Jahren auf Innovationen aus dem Hause Apple, intelligente Brillen zum Beispiel. Ein faltbares iPhone sollte aber fürs Erste reichen, findet er.