ParteistrategienDie FDP will uns Mut machen

Jung und frisch, so sieht sich die FDP gerne. Frauen wie Lencke Steiner sollen helfen. Aber die Positionen scheinen die alten: wirtschaftsliberal und auf Unternehmer setzend. Johannes Klums sieht bei der FDP dennoch einen Hoffnungsschimmer. Der FDP-Parteitag startet in Berlin und Johannes ist für uns dabei.

Die FDP schien ja weg vom Fenster. Doch bei den Landtagswahlen in Bremen und Hamburg konnte sie wieder Stimmen holen und zog in beide Bürgerschaften ein. Zwei Mal trat die FDP mit einer jungen Spitzenkandidatin an. Und viele sagen, nicht nur jung, sondern auch attraktiv.

Ob das nun eine Strategie ist, nämlich auf Gesichter zu setzen statt auf Inhalte, darüber wird diskutiert. Die FDP streitet das ab. Man habe zwei Mal durch starke Inhalte überzeugt.

"Lencke Steiner steht durchaus für ein klares Profil. Ein wirtschaftsliberales."
DRadio Wissen-Korrespondent Johannes Kulms ist beim FDP-Parteitag dabei

Es ging auch um Inhalte, sagt Johannes. Lencke Steiner zum Beispiel konnte in Bremen Stimmen holen. Sie hat das Image von jung und frisch. Aber nochmal ganz anders als es zum Beispiel die Partei Die Piraten hatten, als sie antraten. Steiner hat darauf gesetzt, dass sie Jungunternehmerin ist, sagt Johannes. Sie leitet zusammen mit ihrem Vater ein Familienunternehmen. Im Wahlkampf hat sie sich eindeutig wirtschaftsliberal positioniert.

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Ob die FDP nun wirklich durchstartet, dafür will man auch beim Parteitag in Berlin kämpfen. Es gibt einen Hoffnungsschimmer, glaubt Johannes. Wie weit der trägt, das zeigt sich 2016. Dann wird unter anderem in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gewählt.