PsycheTrotz Weltschmerz optimistisch bleiben

Immer wieder leiden wir mit und an den Dingen, die in der Welt passieren. Weltschmerz wird das auch genannt. Wie damit umgehen und was dir dagegen tun können, erfahrt ihr in dieser Ausgabe der Ab 21.

Klimakrise, politische Verfolgung oder soziale Ungerechtigkeit: Die Welt, in der wir leben, ist groß und voller Probleme. Wenn wir uns mit all diesen Themen beschäftigen, können wir schon mal richtig schlechte Laune bekommen. Für dieses Gefühl gibt es mit Weltschmerz im Deutschen ein Wort, das auch in vielen anderen Ländern verwendet wird.

Der Duden erklärt den Begriff als einen "die seelische Grundstimmung prägenden Schmerz", eine "Traurigkeit" und ein "Leiden an der Welt und ihrer Unzulänglichkeit im Hinblick auf eigene Wünsche und Erwartungen".

Sirid

Wenn Sirid Weltschmerz verspürt, dann versucht sie im Kleinen etwas zu verändern. So hilft sie beispielsweise immer wieder bei einem Tierschutzprojekt auf Fuerteventura. "Das fühlt sich immer wieder sehr gut an, aber auch wie eine Flucht vor den eigenen Themen", erklärt Sirid ihr Engagement. Für die Podcasterin ist das eine bewusste Entscheidung, um dem Gefühl der Machtlosigkeit etwas entgegenzusetzen.

Mit Akzeptanz und Aktionismus gegen den Weltschmerz

Um mit dem Weltschmerz besser klarzukommen, empfiehlt Gina Schöler ein Gleichgewicht zwischen Akzeptanz und Aktionismus. Die selbsternannte Glücksministerin sagt, dass Phasen des Weltschmerzes durchaus sein dürfen – und rät, die Emotionen, die wir in diesen Momenten empfinden, auch zuzulassen.

"Der Druck, etwas Schlechtes besser machen zu müssen, ist bei vielen Menschen groß."
Gina Schöler über den Umgang mit Weltschmerz

Wovon die Coachin hingegen abrät ist, dass wir uns in derartigen Situationen überfordern, weil wir denken, wir müssten die gesamte Welt retten. Zwar rät Gina Schöler zu Aktionismus, jedoch mehr "um ein Schneeballsystem an guten Gefühlen loszustoßen", wie sie sagt. Im Podcast verrät sie, wie uns Verbundenheit hilft, wieder Kraft zu schöpfen und unseren Weltschmerz zu überwinden.

Gina Schöler ist selbsternannte Glücksministerin.

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