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9/11, der WM-Sieg Deutschlands, Trumps Wahl zum Präsidenten. Es gibt Ereignisse, bei denen wir genau wissen, wo wir waren und wie wir uns gefühlt haben. Eine Ab 21 über Erinnerungen, wie wir sie erleben und was sie mit uns und wir aus ihnen machen.

Am 9.11.2001 wird die junge Frau Saloua aus dem Nichts auf der Straße beschimpft – "Terroristin" wird ihr entgegen gerufen. Warum, das weiß sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenige Minuten später kommt sie nach Hause und erfährt von 9/11. Saloua trägt Kopftuch. Plötzlich versteht sie: Das war ein rassistischer Übergriff. Seitdem hat sich ihr Leben als Muslima in Deutschland stark verändert. Davon berichtet sie uns im Podcast.

Saloua
© privat / saloua
Saloua

Erinnerungen verändern sich

Dass wir uns aber auch generell ausgerechnet an 9/11 noch so gut erinnern können, liege unter anderem an der Übertragungsart. Das sagt Manuel Menke von der Uni Kopenhagen. Er erforscht Gedächtnistheorien und digitale Erinnerung. 2001 haben die meisten von uns die Anschläge stationär auf dem TV und eben nicht mobil übers Handy mitbekommen. Deswegen sei die Erinnerung hier so stark mit dem Ort verknüpft. Bei aktuelleren Ereignissen spiele die Örtlichkeit, also wo wir vom einer Meldung erfahren, nicht mehr so eine große Rolle.

Manuel erklärt, dass wir insgesamt mehr und überall konsumieren, auch von unterwegs. Soziale Netzwerke verändern unsere Erinnerungen mit Highlights in unserer Timeline, die uns zum Beispiel bei Instagram und Facebook regelmäßig ausgespielt werden.

"Wenn die Netzwerke Erinnerungen hochbringen, bindet uns das emotional an unsere eigene Vergangenheit und wir wollen es teilen. Das kann auch Einfluss auf unser eigenes Erinnern haben."
Manuel Menke darüber, wie sich das Erinnern verändert

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