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1876 meldete Graham Bell das Patent für das Telefon an. Bell war nicht der einzige, der an solch einem Apparat tüftelte. Doch er machte das Rennen. Das Telefon sollte die Kommunikation nachhaltig verändern. Auch Telefonscherze waren möglich.

Es muss ein knappes Rennen gewesen sein. Denn 1876 waren zur gleichen Zeit mindestens drei Forscher dabei, einen Apparat zu erfinden, der Gespräche zwischen zwei Personen ermöglichte, die sich nicht gegenüberstanden.

Graham Bell legt die Grundlage der modernen Telefonie

Der Deutsche Philipp Reis aus Gelnhausen und der Italiener Antonio Meucci waren mit ihren Experimenten weit fortgeschritten, mussten sich aber beim Rennen um das Patent für das erste Telefon dem Schotten Alexander Graham Bell geschlagen geben.

Reis und Meucci scheiterten an der schlechten Qualität ihrer Geräte oder am fehlenden Geld, um das Patent anzumelden.

Das Telefon verändert die Kommunikation tiefgreifend

Zunächst war die Schreibweise für das neue Kommunikationsmittel Telephon. In Deutschland war auch die Rede vom Fernsprecher. Über die Zeit setzte sich die Schreibweise Telefon durch.

Auf jeden Fall veränderte diese Erfindung die Kommunikation nachhaltig, wenn auch nicht sofort. Denn zunächst waren es Geschäftsleute, die sich des neuen Apparats bemächtigten.

Schwarz-weißes Archivfoto: Alexander Graham Bell sitzt an einem Telefonapparat 1892, um ihn herum steht eine Gruppe Männer.
© IMAGO I Gemini Collection
1892: Alexander Graham Bell führt das erste Telefongespräch zwischen New York und Chicago.

Doch nach und nach besaßen immer mehr Menschen ein Telefon und mussten sich des Vorurteils erwehren, dass nun "jedermann" auch mit höher gestellten Persönlichkeiten ohne Kontrolle und ohne die Konventionen einhalten zu müssen, kommunizieren könne. Und tatsächlich machten sehr bald Telefonscherze die Runde. Zum Beispiel wurden Amtsträger angerufen und mit albernen Nachrichten konfrontiert.

Telefon, Radio, Fernsehen, Internet

Das Telefon stand am Anfang einer Reihe drastischer Veränderungen der menschlichen Kommunikation. Neben dem Telefon war bald das Radio eine neue Informationsquelle, später kam das Fernsehen dazu. Diese drei Erfindungen sind mittlerweile durch Internet und Smartphone abgelöst.

Expert*innen gehen davon aus, dass die Entwicklung in den kommenden Jahren zu einer gänzlich neuen Form der Kommunikation führen könnte: Kommunikation per Gedankenübertragung.

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Frank Gnegel vom Frankfurter Museum für Kommunikation über Graham Bell und seine Erfindung.
  • Margret Baumann, ehemalige Chefredakteurin von "Das Archiv", Magazin für Kommunikationsgeschichte erläutert, wie sich die Kommunikation durch die Erfindung des Telefons verändert hat.
  • Der Geschäftsführer des Digitalen Instituts, Benjamin Eidam blickt in die Zukunft der Kommunikation.
  • Der Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Dr. Matthias von Hellfeld gibt einen Überblick über menschliche Kommunikation von Höhlenmalereien bis zum Smartphone.
  • Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Luisa Filip schildert das knappe Rennen um das Patent für ein Telefon.
Shownotes
Geschichte der Kommunikation
Graham Bell und die Erfindung des Telefons
vom 30. Januar 2026
Moderation: 
Steffi Orbach
Gesprächspartner: 
Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte
Gesprächspartner: 
Frank Gnegel, Frankfurter Museum für Kommunikation
Gesprächspartnerin: 
Margret Baumann, ehemalige Chefredakteurin von "Das Archiv", Magazin für Kommunikationsgeschichte
Gesprächspartner: 
Benjamin Eidam, Digitales Institut
Autorin: 
Luisa Filip, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
  • Luisa Filip über das knappe Rennen um die Patentvergabe für das Telefon
  • Abteilungsleiter Frank Gnegel im Museum für Kommunikation in Frankfurt a.M. beschreibt Graham Bell und seine Erfindung
  • Die Kommunikationswissenschaftlerin Margret Baumann befasst sich mit der Kommunikation seit der Erfindung des Telefons
  • Der Geschäftsführer des Digitalen Instituts Benjamin Eidam befasst sich mit der Zukunft der Kommunikation