Bisher dachte man in der Biologie, dass sich Arten für eine gemeinsame Weiterentwicklung denselben Lebensraum teilen müssen. Eine Studie im Fachmagazin PNAS stellt die Annahme aber auf den Kopf.
Die Forschenden zeigen in einer Computersimulation, dass wandernde Raubtiere - also Zugvögel zum Beispiel - evolutionäre Boten zwischen weit entfernten Regionen sein können. Das funktioniert so: Wenn ein Vogel in Thailand lernt, eine giftige Schlange an ihrer Farbe zu erkennen, meidet er solche Warnfarben auch nach seiner Reise auf den Philippinen. Und dadurch gleicht sich über die Zeit auch das Aussehen Schlangen dort an, um auf den gelernten Schutz zu reagieren.
Die Forschenden vermuten, dass sich dieses Prinzip der evolutionären Boten auch auf Pflanzen und Viren übertragen lässt. Aber das müsste weiter erforscht werden.
