Die Venusfliegenfalle ist eine Ausnahme-Erscheinung in der Pflanzenwelt.
Nicht nur weil sie Insekten futtert, sondern auch weil sie für Pflanzen eine außergewöhnlich schnelle Bewegung drauf hat - wenn sie zuschnappt um ihre Beute zu fangen.
Jetzt hat ein Forschungsteam das Rätsel gelöst, wie sie diese rasante Bewegung hinbekommt: Im geöffneten Zustand stehen die beiden Fangblätter der Venusfliegenfalle unter Spannung und sind nach außen gewölbt. Sobald irgendetwas, zum Beispiel ein Insekt die feinen Fühl-Borsten auf der Innenseite der Fangblätter berührt, schlagen die Fangblätter um - ähnlich wie bei einem Regenschirm, den der Wind umkrempelt. So schnappt die Falle zu.
Zellen werden weich
Das funktioniert laut der Studie im Fachjournal Science, indem die Fühl-Borsten ein Signal zu den Zellen auf der Außenseite der Fangblätter senden. Diese Zellen werden dann innerhalb weniger Sekunden weich, wodurch sich die Blattwölbung umkehrt.
Dieser Antriebsmechanismus, der ganz ohne Muskeln auskommt, könnte in Zukunft vielleicht auch bei der Entwicklung von Robotern eingesetzt werden.
