Einfach machenWenn sich andere mehr trauen als wir

Den sicheren Job hinschmeißen und endlich eine Weltreise machen oder mitten in der Pandemie eine Bar eröffnen? Solche Entscheidungen erfordern Mut und sind meist mit einem gewissen Risiko verbunden. In dieser "Ab 21" erzählen Dustin und Johann, warum sie trotz Corona aufs Gastrogewerbe setzen. Und Risikoforscher Ralph Hertwig erklärt, wieso eine Gesellschaft auf risikofreudige Menschen angewiesen ist.

Während viele andere Gastrobetriebe im vergangenen Jahr schließen mussten, eröffneten Dustin und Johann gleich zwei neue Bars. Die beiden Berliner betreiben in der Stadt seit Jahren mehrere Locations. Sie selbst finden die jüngsten Eröffnungen nicht besonders mutig, ihr Umfeld sieht das anders.

"Wir dachten uns: 'Irgendwann muss es auch ein nach Corona oder ein während Corona für Gastronomie geben.'"
Dustin über die Entscheidung, während der Pandemie zwei Bars zu eröffnen

Über das Risiko, möglicherweise zu scheitern, haben sie natürlich nachgedacht. Doch durch ihre Erfahrung auf dem Gebeiet meinen sie, das Potenzial der neuen Läden gut einschätzen zu können.

Johann (l.) und Dustin (r.) haben beide ein abgeschlossenes Studium. Ihre Zukunft sehen sie aber in der Gastronomie.

Ohne risikobereite Menschen funktioniert eine Gesellschaft nicht

"Je mehr fun man haben möchte, desto eher ist es auch mit Risiko verknüpft", sagt der Risikoforscher Ralf Hertwig. Dabei nehmen unterschiedliche Menschen Risiken auch unterschiedlich wahr: Der eine mag Bunjee-Jumping unvorstellbar finden, ein anderer kann es sich möglicherweise überhaupt nicht vorstellen, einen eigenen Betrieb zu eröffnen.

"Diese Risikobereitschaft ist nicht nur ein Teil unserer Persönlichkeit, sondern sie ist auch sehr stark beeinflusst von den gesellschaftlichen Umgebungen in denen wir leben."
Ralf Hertwig, Risikoforscher

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