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Hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt außergewöhnlich intensiv wahr. Dadurch fühlen sie sich anders als andere Menschen. Viele merken erst spät, dass die Hochsensibilität dafür verantwortlich ist. Wie sie ticken und warum sie mehr Zeit für sich brauchen, klären wir in dieser Eine Stunde Liebe.

"Jetzt stell‘ dich mal nicht so an!" Oder: "Du bist aber zartbesaitet!" – Solche Sprüche hören hochsensible Menschen sehr oft. Sie nehmen Geräusche, Gerüche, Berührungen oder auch Licht stärker wahr als andere Menschen. In Eine Stunde Liebe erzählen Betroffene und Forschende, was hinter diesem Phänomen steckt.

Hochsensibilität ist keine Krankheit

Erst vor rund fünf Jahren hat Gesangscoach Jen aus Berlin entdeckt, dass sie hochsensibel ist – dabei hat sie schon als Kind gemerkt, dass sie irgendwie anders ist als andere. Im Gespräch mit Till Opitz erzählt sie, wie sich ihre Charaktereigenschaft in der Beziehung zu ihrem Freund auswirkt und welche Vorteile Hochsensitivität zum Beispiel für den Beruf hat.

"Ich könnte keine Rund-um-die-Uhr-Beziehung aushalten. Ich brauche Rückzugsmöglichkeiten."
Jen, 30, ist hochsensibel und seit sieben Jahren mit ihrem Freund zusammen

Die Forschung zu Hochsensibilität – manche sprechen lieber von Hypersensibilität oder Hypersensitivität – ist noch am Anfang. Erst in den 1990er Jahren starteten Psychologieforschende in den USA mit ersten Studien.

"Hochsensible müssen sich oft erst eigenen Bedürfnissen bewusst werden."

Patrice Wyrsch hat seine Doktorarbeit über Hochsensivität geschrieben. Er erklärt, was hochsensible Menschen selbst für ihre innere Balance tun können. Vor allem Sport und geistiges Training wie Meditation können helfen.

Im Liebestagebuch erzählt Bela (Name geändert), warum er nicht mit seiner Freundin zusammenziehen will.