Immer wieder fragen sich Philosophen und Historiker, welche Aussagekraft die Werke von Karl Marx hatten und haben. Dieses Jahr würde er 200 Jahre alt - und sich vermutlich darüber wundern, dass es den Kapitalismus immer noch gibt.

Karl Marx erlebte den Wandel der Produktions- und Lebensverhältnisse hautnah mit. Geboren wurde er am 5. Mai 1818 in Trier, und die von England ausgehende Industrialisierung erreichte Deutschland als Marx ein junger Erwachsener war.

Marx war entsetzt - und er war beeindruckt.  Schließlich formulierte er aus eigener Anschauung und nach intensiven philosophischen und ökonomischen Studien gemeinsam mit seinem Freund und Wegbegleiter Friedrich Engels seine Kapitalismuskritik.

"Marx wollte eine Gesellschaft der Freien und Gleichen."
Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag

Die Pressezensur und der preußische Polizeistaat trieben Marx durch halb Europa. Sie wollten sich eines lästigen Kritikers entledigen. Zu Lebzeiten konnte Marx die Früchte seines Ruhms und seiner Arbeit nicht ernten: Die erste Ausgabe seines Lebenswerks "Das Kapital" war anfangs ein Ladenhüter. Seine Ideen setzten sich dennoch durch, allerdings in verfremdeter und abgewandelter Form.

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Jürgen Neffe hat eine Biographie über den "unvollendeten" Marx verfasst und gibt Einblicke in die Person Karl Marx.
  • Gerd Koenen befasst sich mit der Geschichte des Kommunismus und erklärt, wie die marxistische Ideologie nach dem Tod von Marx weiter gewirkt hat.
  • Sahra Wagenknecht ist Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag und schildert die Relevanz, die Marx heute noch hat.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld beschreibt die historische Situation, in der Karl Marx gelebt und sein wissenschaftliches Werk verfasst hat.