Wir sind in vielem nicht so wahnsinnig individuell, wie wir oft denken. Wenn es uns geboten erscheint, machen wir einfach, was unsere Artgenossen um uns herum tun. So wie es etwa Bienen oder Ameisen tun. Und die können von Robotern beeinflusst werden.

In dieser Hinsicht unterscheiden wir uns also nicht so sehr von Bienen, von Ameisen oder von Fischschwärmen. Wie diese Populationen untereinander aushandeln, wo es langgeht, das interessiert den Zoologen Thomas Schmickl von der Universität Graz. Er hat Biologie und Zoologie studiert und sich dann auf das Fachgebiet Bio-Robotics spezialisiert. In seinem Artificial Life Laboratory an der Universität Graz untersucht er, wie Roboter Insekten und Fische beeinflussen können. 

"Es kommt zu einer Art positivem Feedback, dass am Schluss alle Ameisen auf dem kürzesten Weg unterwegs sind."
Thomas Schmickl, Zoologe

Und auch, wann und wieso das nicht gelingt. Darüber gesprochen hat anlässlich der Tagung "Berechnete Tiere. Technik und Verdatung in den Human-Animal-Studies" an der Ruhr Universität Bochum.

Ackerbau und Viehzucht in digital

Auf der Tagung wurde noch ausführlicher über die Digitalisierung von Ackerbau und Viehzucht gesprochen. Hermann Auernhammer hat an der TU München am Standort Weihenstephan Agrarsystemtechnik gelehrt, er ist ein Pionier des Precision Farmings. Obwohl er einiges daran zu kritisieren hat und manches gar nicht so präzise findet. 

Hermann Auernhammer, Pflanzenbautechniker
"Wenn Sie heute einen intelligenten Roboter auf das Feld rausschicken würden, mit der Aufforderung, sich seinen Weg zu suchen - dann findet der den Weg."

Ina Bolinski hinwiederum schaut in den smarten Stall - oder noch genauer: in die smarte Kuh. 

Ina Bolinski, Medienwissenschaftlerin
"Dabei handelt es sich oftmals um Sensoren oder Messsysteme, mit denen die Körpertemperatur, der Herzschlag und die -frequenz, verschiedene Ph-Werte und Hormonprofile in vorgegebenen zeitlichen Perioden ermittelt werden können."

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