Bäume haben offenbar ein Gefühl dafür, ob sie gerade wachsen und nicht krumm.

Eine Studie von Frankreichs staatlichem Forschungsinstitut für Landwirtschaft zeigt: Bäume orientieren sich wohl nicht nur an Licht und Schwerkraft, sondern wohl auch an einer eigenen Wahrnehmung.

Im Experiment ließen die Forschenden Pappel-Setzlinge absichtlich schief wachsen, indem sie sie in ihrem Pflanztopf auf die Seite legten. Die kleinen Bäume bogen sich nach kurzer Zeit nach oben, um wieder gerade zu wachsen - orientierten sich also an der Schwerkraft. Dann simulierten die Forschenden Schwerelosigkeit für die kleinen Pappeln in einer Vorrichtung, die sie dauerhaft um die eigene Achse drehte. Das störte aber nicht: Auch in dieser Lage konnten die Bäume wieder gerade wachsen.

Den Forschenden des Instituts für Landwirtschaft geht es bei der Studie um ihr Thema, genauer gesagt um Forstwirtschaft. Sie arbeiten an Methoden gegen Zugholz. Das entsteht, wenn Bäume krumm wachsen. Es hat eine schlechtere Qualität, als das Holz von geraden Bäumen.