Wie Recherchen von WDR und Süddeutscher Zeitung zeigen, stand unter anderem die Handynummer von Dag Baehr jahrelang im Netz. Er ist seit 2023 militärischer Vize-Präsident des BND und damit einer der ranghöchsten Geheimnisträger Deutschlands. Auch E-Mail-Adressen von Baehr und seine Wohnanschrift in Bayern sind öffentlich einsehbar.
Die Infos kommen aus einem Datenleak aus den USA. Ein Online-Auktionshaus war da von Hackern angegriffen worden, die Millionen Kundendaten erbeuteten. Das Auktionshaus hatte die Nutzer über den Hack informiert. Baehr hat laut WDR und SZ aber sein Handy weiter genutzt, bis er von den Reportern damit konfrontiert wurde. Er teilte mit, dass er die Handynummer aus familiären Gründen beibehalten habe. Das sei ein Fehler gewesen, den er jetzt korrigiert habe. Fachleute warnen, dass eine öffentlich bekannte Nummer es Angreifenden erleichtern kann, das Gerät zu lokalisieren, anzugreifen und Inhalte auszuspähen.
