Vielleicht haben Forschende in einem alltäglichen Schimmelpilz ein Mittel gefunden, das dem Körper bei Schäden durch radioaktive Strahlung helfen könnte - also zum Beispiel infolge eines Atomunglücks wie Tschernobyl oder Fukushima.
Ein chinesisches Forschungsteam berichtet im Fachmagazin PNAS von Experimenten mit Mäusen. Bei denen half der Pilz im Darm, Strahlenschäden im Gewebe zu reparieren. Das passierte vor allem, indem der Pilz unter dem Einfluss radioaktiver Strahlung bestimmte Aminosäuren produzierte. Außerdem programmierte der Pilz ein Bakterium so um, dass es ebenfalls eine Substanz mit Strahlenschutz-Wirkung herstellte.
Der Pilz heißt auf Deutsch "Traubiger Kopfschimmel" - und findet sich unter anderem in faulenden Früchten, in Pferdemist und im Abwasser von Bierbrauereien.
