In der chinesischen Provinz Xinjiang gehen Regierungsbehörden hart gegen die Minderheit der muslimischen Uiguren vor.

Es gibt immer wieder Berichte darüber, dass Angehörige der Minderheit dort systematisch unterdrückt, umerzogen und zu Arbeit gezwungen werden. Jetzt hat Starbucks genau dort - in Xinjiang - seine erste Filiale eröffnet. Deshalb gibt es viel Kritik an der US-Kaffeekette.

Der Weltkongress der Uiguren erklärte auf Facebook, Starbucks ignoriere die verheerende Menschenrechtslage in Xinjiang. Der Konzern dürfe nicht Teil einer Wirtschaft sein, in der Zwangsarbeit ein ernstes Problem sei. Auch aus den USA kommt Kritik: Der Vorsitzende des Parlaments-Sonderausschusses für China hat die Starbucks-Entscheidung schockierend und moralisch verwerflich genannt. Es gebe keinen Grund für ein US-Unternehmen, in dieser Region tätig zu sein.