Mögt ihr Ausdauersport oder setzt ihr eher auf knackig-kurzes und intensives Training? Im Körper scheinen beide Trainings unterschiedliche Prozesse auszulösen.

Für eine Studie im Fachmagazin Cell Reports Medicine sollten einige Männer 90 Minuten lang moderat Fahrradfahren und andere sollten mehrmals 30 Sekunden lang sprinten und dazwischen vierminütige Pausen machen. Nach den Trainings analysierten die Forschenden das Blut der Testpersonen und dabei kam raus: Nach den Sprints veränderten sich die Konzentrationen von vielen Stoffwechselprodukten und Proteinen, darunter solche, die mit Gefäßwachstum und Gewebeumbau zu tun haben. Beim moderaten Radfahren fanden die Forschenden andere Veränderungen im Blut, allerdings erst drei Stunden nach dem Training.

Folgen für die Gesundheit

Sie verglichen das noch mit Daten aus der UK Biobank, um mögliche
gesundheitliche Effekte abzuschätzen. Viele der Proteine, die beim
Sprinten vermehrt im Blut waren, stehen zum Beispiel im Zusammenhang mit
einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder deuten auf
langsameres Altern hin. Da in der Studie nur eine kleine Gruppe junger,
gesunder Männer untersucht wurde, lassen sich die Ergebnisse nicht unbedingt auf alle anderen Menschen übertragen.