Ein Forschungsteam hat gut 80 Studien ausgewertet. Es berichtet im Fachmagazin Journal of Animal Ecology, dass viele Tiere Verhaltensänderungen zeigen. In der Stadt wagen sie sich näher an Menschen heran. Neben Tauben, Möwen und Ratten tun das beispielsweise auch Füchse, Dachse und Frösche. Selbst Insekten zeigen sich zutraulicher. Dadurch gibt es auch mehr Kontakt zwischen Tier und Mensch. Und das ist laut den Forschenden grundsätzlich eher schlecht. Denn damit steigt das Risiko für Zoonosen, also für zwischen Tier und Mensch übertragbare Krankheiten.
Das Team vermutet, dass der gesteigerte Mut eine genetische Anpassung sein könnte. Dadurch könnten Stadttiere Überlebens- und Wettbewerbsvorteile haben. Das müsse aber noch näher erforscht werden.
