Was denken wir eigentlich so den ganzen Tag! Habt ihr euch selbst mal beim Denken zugehört? Dann wird euch aufgefallen sein: Da sind auch viele negative Gedanken dabei. Das ist ganz normal – bringt uns aber oft nicht weiter. Es geht aber auch anders.

Neurologen sagen, wir haben 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag. Und da ist natürlich auch viel Schrott dabei. Wir denken Sachen, die uns schlechte Laune machen, wir werten andere ab, wir werten uns ab, wir sprechen in unserem Kopf schlecht über uns.

Negative Glaubenssätze sind oft sehr pauschal

Deswegen sprechen Main Huong Nguyen und Diane Hielscher diese Woche übers achtsame Denken.

"Also unsere Wahrnehmung bestimmt auf jeden Fall unser Denken."
Diane Hielscher

Die beiden reden darüber, was wir denken, wie wir es in den Griff kriegen können, uns beim Denken selbst zuzuhören. Und wie wir gegebenenfalls ändern können, wenn wir Zeug denken, das nicht hilfreich ist. Wie zum Beispiel: "Alle da draußen wollen mir was Böses."

"Die negativen Glaubenssätze und Grundannahmen beinhalten oft so etwas wie: 'alles', 'immer', 'nur', 'man' oder 'jeder'. Sie sind also oft sehr pauschal. Ein psychologischer Tipp ist, sich anzuschauen, was der gegenteilige Gedanke wäre."
Main Huong Nguyen

Wie würden wir uns fühlen, wenn wir das Gegenteil davon denken würde, was uns gerade im Kopf herumschwirrt?, schlägt Main Huong Nguyen vor, um zu anderen Gedanken zu kommen. Wir sollten uns dann fragen: Was bringt mir das denn, wenn ich denke: 'Alle wollen mir was Böses'?

Es geht nicht darum, einfach alles positiv zu denken, obwohl es nicht positiv ist. Es geht beim achtsamen Denken darum, aufmerksam zu beobachten, was wir denken, um es vielleicht bewusst und liebevoll zu ändern.

Denn mal ehrlich: Bringen euch die ganzen negativen Gedanken im Leben weiter? Helfen sie euch? Gedanken wie: "Ich bin zu dick!", "So was kann ich nicht!" Oder "Das können nur andere, ich bin nicht der Typ für Erfolg!"

Vielleicht geht das ja besser. Eine Inspiration, um übers Denken nachzudenken.