134 Rollen Klopapier verbraucht jede Person in Deutschland pro Jahr. Umweltfreundlicher, wenn auch unüblicher ist das Bidet. Die Inspiration dazu kommt aus New York: Der neue Bürgermeister Zohran Mamdani lässt sich eins in seine Residenz einbauen.
Der neue Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, ist kürzlich mit seiner Frau Rama Duwaji in die Residenz Gracie Mansion gezogen. Und eines der ersten Dinge, die der Demokrat in das Haus einbauen lassen möchte, sind Bidets.
Durch so ein Waschbecken zum Draufsitzen ist der Toilettengang theoretisch ohne Klopapier möglich. Was hier in Deutschland ungewöhnlich ist, ist in Italien, Portugal oder auch in Teilen Asiens und in Südamerika als Toilettenpapier-Alternative aber üblich.
Eigentlich ein Allrounder
Je nach Budget kann das Ganze sogar richtig komfortabel werden. Diese Features bieten besonders luxuriöse Varianten:
- integrierte Wasserdüsen
- Temperaturregler
- Sitzheizung
- Föhn
- Massage
Das klingt nach Thermalbad mit Wellness-Bereich? Eher weniger, denn Bidets sind vor allem für zu Hause gedacht. Bürgermeister Mamdani und seine Frau möchten aber eine preiswerte Variante haben. Weil es Steuergelder sind, von denen das Badezimmer-Gadget finanziert werden soll, bekommt er dennoch Gegenwind, auch aus den eigenen Reihen.
Trotz höherem Wasserverbrauch sind Bidets übrigens umweltfreundlicher. Denn Toilettenpapier verbraucht durch die Herstellung, den Transport und die Entsorgung mehr Ressourcen.
Wer das Papier nicht ehrt...
Etwa 134 Rollen pro Jahr – so viel Toilettenpapier braucht ein Mensch in Deutschland durchschnittlich. In Spanien und Frankreich ist man sparsamer, hier sind es im Schnitt 71 Rollen.
Neben dem Umweltaspekt sind Bidets auch schonender für die Haut, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Sarah Brendel. Ob Papier oder Bidets hygienischer sind, darüber ist sich die Forschung aber noch uneinig. Einziger Nachteil: Man braucht trotz Bidet nach dem Toilettengang ein Handtuch oder Klopapier zum Trocknen des Intimbereichs. Oder man setzt auf Lufttrocknung.
