Mao Zedong war in China schon 17 Jahre an der Macht als er 1966 die große Kulturrevolution startete. Sein Ziel: Das Land auf Linie bringen und dem wiederaufkeimenden Kapitalismus keine Chance geben. Dafür mobilisierte er die jungen Chinesen. Viele waren ihrem Führer so verfallen, dass sie nicht davor zurückschreckten Gewalt anzuwenden, andere denunzierten ihre Eltern. Eine Aufarbeitung hat in China bis heute nicht stattgefunden. Mehr hört ihr in eine Stunde History.

Mao Zedong
© imago | China Foto Press
In seiner fast 30-jährigen Herrschaft in China war Mao Zedong verantwortlich für den Tod von mehreren Millionen Menschen - Schätzunge zufolge sollen es zwischen 30 und 70 Millionen gewesen sein. Trotzdem verehren viele Chinesen den Großen Führer bis heute. Hier feiern sie seinen 122. Geburtstag im Dezember 2015.

Außerdem hört ihr in Eine Stunde History:

  • Axel Dorloff, ARD-Korrespondent in Peking über den Umgang mit Mao Zedong im heutigen China
  • Felix Wemheuer, Geschichtsprofessor, über die Hintergründe und das Ausmaß der Kulturrevolution
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Reaktionen des Westens auf die Kulturrevolution